25. Oktober 2005
Modernes Leben: Alle 11 Minuten eine Unterbrechung und was man dagegen tun kann.
Spannender Artikel aus dem New York Times Magazine: "Meet the Life Hackers" (kostenlose Registrierung erforderlich).
Unter diesem etwas über-trendigen Titel wird ein anstrengender Aspekt unseres medienüberfluteten Lebens beleuchtet: Laut einer Studie der University of California at Irvine ist unsere tägliche Arbeit als "Information Worker" eine einzige Folge von Unterbrechungen. Durchschnittlich kann der moderne Büromensch gerade mal 11 Minuten am Stück an einer Aufgabe arbeiten, bevor er durch Mail, Anrufe, Instant Messages, vorbeischauende Kollegen oder was auch immer von der aktuellen Tätigkeit abgelenkt wird. Und was schlimmer ist: Nach der unfreiwiligen Pause dauert es im Durchschnitt volle 25 Minuten, bis man wieder dort weiterarbeitet, wo man unterbrochen wurde.
Wir alle wissen das natürlich und ärgern uns jeden Tag darüber, dass wir ständig in unseren hochkreativen Denkflüssen gestört werden. Doch komischerweise schalten wir Handy, IM-Anwendung und Mail-Client nicht einfach ab. Denn: die vielen Unterbrechungen sind nicht nur Teil der täglichen Kommunikation im heutigen Geschäftsleben und daher auch notwendig, sie sind darüber hinaus auch noch psychologisch befriedigend. Man fühlt sich wichtig, gebraucht und beachtet. Und darum ist es für die meisten normal, selbstverständlich sofort jede eintreffende E-Mail zu lesen, auch wenn jeder Zeitmanagement-Kurs davon dringendst abrät.
Der Artikel beschreibt auch, in welch unterschiedlichen Bereichen darüber geforscht wird, wie man der Flut ständiger Unterbrechungen besser Herr werden könnte. Die Software-Branche sieht das inzwischen als sehr wichtigen Faktor an, allen voran ausgerechnet der grösste Hersteller von Unterbrechungstools, Microsoft.
Aber es gibt auch Low-Tech-Ansätze, und damit beschäftigen sich die im Titel erwähnten "Life Hacker": Einfache Ansätze der Selbstorganisation, häufig mit altmodischen papierbasierten Hilfsmitteln, sind oft sehr viel wirkungsvoller als raffinierte Spezialsoftware mit künstlicher Intelligenz.
Unter diesem etwas über-trendigen Titel wird ein anstrengender Aspekt unseres medienüberfluteten Lebens beleuchtet: Laut einer Studie der University of California at Irvine ist unsere tägliche Arbeit als "Information Worker" eine einzige Folge von Unterbrechungen. Durchschnittlich kann der moderne Büromensch gerade mal 11 Minuten am Stück an einer Aufgabe arbeiten, bevor er durch Mail, Anrufe, Instant Messages, vorbeischauende Kollegen oder was auch immer von der aktuellen Tätigkeit abgelenkt wird. Und was schlimmer ist: Nach der unfreiwiligen Pause dauert es im Durchschnitt volle 25 Minuten, bis man wieder dort weiterarbeitet, wo man unterbrochen wurde.
Wir alle wissen das natürlich und ärgern uns jeden Tag darüber, dass wir ständig in unseren hochkreativen Denkflüssen gestört werden. Doch komischerweise schalten wir Handy, IM-Anwendung und Mail-Client nicht einfach ab. Denn: die vielen Unterbrechungen sind nicht nur Teil der täglichen Kommunikation im heutigen Geschäftsleben und daher auch notwendig, sie sind darüber hinaus auch noch psychologisch befriedigend. Man fühlt sich wichtig, gebraucht und beachtet. Und darum ist es für die meisten normal, selbstverständlich sofort jede eintreffende E-Mail zu lesen, auch wenn jeder Zeitmanagement-Kurs davon dringendst abrät.
Der Artikel beschreibt auch, in welch unterschiedlichen Bereichen darüber geforscht wird, wie man der Flut ständiger Unterbrechungen besser Herr werden könnte. Die Software-Branche sieht das inzwischen als sehr wichtigen Faktor an, allen voran ausgerechnet der grösste Hersteller von Unterbrechungstools, Microsoft.
Aber es gibt auch Low-Tech-Ansätze, und damit beschäftigen sich die im Titel erwähnten "Life Hacker": Einfache Ansätze der Selbstorganisation, häufig mit altmodischen papierbasierten Hilfsmitteln, sind oft sehr viel wirkungsvoller als raffinierte Spezialsoftware mit künstlicher Intelligenz.


Kommentare
More on distractions by Paul Ford. Siehe auch den Post auf Ftrain.
Aber die Benachrichtigung bei Mail-Eingang gehört trotzdem verboten. :-)
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