Es kommt der traurige Tag im Leben jedes Startup-Unternehmens, wo intelligentes, unternehmerisches Verhalten plötzlich bürokratischer Dummheit unterliegt. In letzterer Verhaltensform sind häufig Anwälte und/oder Buchhalter die treibenden Kräfte, wie wir jetzt gerade wieder im Fall von Google sehen können.

Google hat etwas geschafft, von dem jedes Unternehmen träumt: Es hat seinen Namen als Verb in der Alltagssprache etabliert ("googeln"), ganz offiziell mit Eintrag im Wörterbuch. Könnte es etwas Tolleres und Wünschenswerteres geben für den Markenwert einer Firma?

Googles Anwälte sehen das ganz anders, wie der "Independent" berichtet. Sie haben Warnbriefe an verschiedene Medienunternehmen geschickt, um die Berichterstatter darüber aufzuklären, was Google als angemessene Verwendung des Wortes "Google (TM)" sieht:
"Appropriate: I ran a Google search to check out that guy from the party. Inappropriate: I googled that hottie."
Natürlich gibt es für das alles gute rechtliche Gründe. Wenn eine Firma ihre Trademark nicht aktiv verteidigt, kann sie das Recht auf die Marke verlieren, weil der einstige Markenname mit der Zeit zum allgemein verwendeten Begriff wird.

Aber trotzdem: Hat Google das wirklich nötig? Einen viel grösseren Kontrast zum lustig-spielerischen Image, das Google sonst gern von sich vermittelt, könnte es wohl kaum geben. Vor allem: Wie will man das durchsetzen? Indem man systematisch nach Leuten googelt Google-Suchabfragen macht nach Leuten, die das nicht mehr benutzbare Wort in ihren Blogs verwenden?