Der amerikanischen Autoindustrie geht es derzeit -- vorsichtig gesagt -- nicht gerade gut. GM ist schon mehrfach knapp an der Pleite vorbeigeschrammt, und auch Ford leidet kräftig. Da ist natürlich passende Kommunikation nach innen und aussen gefragt.

Ford geht hier einen recht ungewöhnlichen und konsequenten Weg: Auf der Website Ford Bold Moves kommuniziert der Autobauer mit fast allem, was Web 2.0 hergibt: Da gibt es kurze Video-Dokumentarfilme, die man im YouTube-Stil ins eigene Blog einbauen kann, blog-ähnliche Kurzartikel mit Kommentaren (von denen nicht wenige auch wirklich handfest kritisch sind) und verschiedenste Feeds, inklusive geremixter Newsberichte. Das ganze wird derzeit auch stark beworben, und zwar in Form von Sponsoringlinks auf prominenten Blogs wie z.B. Engadget.

Der Ton, in der die ganze Website gehalten ist, ist erstaunlich selbstkritisch, weit weg vom sonst üblichen PR-Gejubel, das man leider auch in vielen Corporate Blogs zu oft findet. Ford geht da wirklich einen eigenen Weg, der nicht anbiedernd, sondern offen und professionell wirkt.

Interessant, dass ausgerechnet eine vergleichsweise konservative Branche wie Autohersteller mit dem Medium so gekonnt umgehen. GM bloggt schon seit längerer Zeit, und das erheblich besser als beispielsweise prominente PC-Hersteller. Vielleicht sollten GM und Ford ja lieber ins Medienbusiness einsteigen statt Autos zu bauen...